Worte
 


*Zu Chr. Hitchens: Der Herr ist kein Hirte

Seit es Anhänger eines vorderasiatischen Propheten unternommen haben, ihrem Unmut über die westliche Welt mit Bomben, Sprengsätzen oder zu Waffen umfunktionierten Passagierflugzeugen Ausdruck zu verleihen, ahnt man, dass gottesfürchtige Überzeugungen keine bloße Privatanglegenheit, das individuell-dümmliche Steckenpferd des Einzelnen sind. Aber alsbald hört man Beschwichtigendes: Dass doch nicht alle "so" wären, man keine Vorurteile hegen dürfe und auf Verständigung dringen solle: Zwischen den Religionen.

Letzteres ein Argument pro domo, ein Argument, das weniger vom Gedanken an Harmonie und Nächstenliebe getragen ist, sondern vielmehr von der - christlichen - Angst, dass auch der eigene Nonsens bei Gebrauch eines Mindestmaßes an Vernunft keiner Kritik standhalten würde. Weshalb man von seiten des Vatikans sich immer nur zu halbherzigen Verurteilungen bezüglich der vom iranischen Ayatollah ausgesprochenen Todesstrafe für Salman Rushdie herabließ, will man die Religion jedweder Provenienz doch sakrosankt erhalten und ist mit Kritikern aus den eigenen Reihen gleich verfahren.

"Aber heute doch nicht mehr" spricht das aufgeschlossen blickende Christenmenschlein. Das aber ist eine Argumentation, die auch Göring im Nürnberger Prozess hätte zu seinen Gunsten anführen können, heute doch nicht mehr, er doch nicht, nein, keine Juden werden mehr vergast und das mit dem Lebensraum ist auch schon anachronistisch. Wahr ist, dass das Ketzerverbrennen in Mitteleuropa aus der Mode gekommen ist. Aber nicht deshalb, weil Katholiken oder Protestanten plötzlich ihre Menschlichkeit entdeckt hätten, sondern weil ihnen die Macht abhanden gekommen ist, mit ihren Gegnern so zu verfahren. Man empört sich - zu Recht - wenn irgendein wahnsinniger Imam sich wieder einmal zu Mordaufrufen hinreißen lässt, christlicherseits aber ist auch Bedauern und ein wenig Neid zu spüren, dass man des Rechtes, überall Scheiterhaufen für unliebsame Kritikaster aufzuschichten, verlustig gegangen ist.

Religion ist immer schlecht - und unendlich dumm. Ein vor 5000 Jahren einem Beduinenstamm offenbarter Wüstengott, ausgestattet mit allen Attributen, die ihm heute ein mehrfach lebenslänglich einbringen würden, ist Milliarden Menschen ein anbetungswürdig Ding. Der Demiurg, nach dem Urknall schwer gelangweilt, beschließt einem Beduinen zu erscheinen, bringt diesem das Steinmetzhandwerk bei, schickt einen Geist (geil und heilig), der ein Hirtenmädchen bespringt, ohne dabei Schaden anzurichten (ein unversehrtes Hymen ist konstituierend für viele Religionen, wobei diese Partenogenese die Jungfrau Maria nur mit Schnecken und Blattläusen gleichsetzt), um einen Gottessohn zu erzeugen, der zum Segen aller und zum Vorbild für die Marterpraktiken der späteren Kirche einer gehörigen Tortur unterzogen und schließlich umgebracht wird. Ad infinitum. - Wer solches für wahr hält, hat nur zwei Möglichkeiten: Religiös oder die vergitterte Abteilung einer psychiatrischen Klinik.

"Aber der Buddhismus" krakeelt die esoterische Hausfrau. Da sollte gerade mal die Frau (die im Buddhismus per definitionem überhaupt nichts zu sagen hat) ein wenig zurückhaltend sein. Oder einen Blick nach Sri Lanka werfen, wo auch Buddhisten eine wundervolle Kultur von Mord- und Totschlag zu entwickeln in der Lage waren. Und der Dalai Lama? Ja, der selbsterannte Gottessohn, grinsender Talkshowteilnehmer, Verfechter eines feudalen Systems mit Sklaverei in Tibet (wo ihn auch weit weniger Menschen gerne wiedersehen wollen als der einfältige Westler anzunehmen geneigt ist), der Dalai Lama, der mit der CIA zu kooperieren gerne bereit war, sowohl den Hessenkoch als auch - r. i. p. - Jörg Haider beehrte, der mag zum Trost dienen für die Teelichter und Räucherstäbchen abfackelnde Esoterikerin. Im übrigen ist gerade sein Fall repräsentativ: Weitgehend machtlos entdeckt er plötzlich die Humanität, faselt von Toleranz (deren Durchsetzung einzig der Aufklärung zu verdanken ist), weil ihm sein Feudalstaat nebst auf Kosten von armen Bauern fettgefressenen Mönchen abhanden gekommen ist. Wie überhaupt der Buddhismus die lebensfeindliche Religion schlechthin ist: Nur wer vollkommen apathisch durchs Leben hampelt, kommt in den Genuss der zweifelhaften Annehmlichkeiten eines Nirvanas. Aber wehe, das Mönchlein freut sich (Doderer lässt grüßen): Schon hat er wieder alles verspielt.

Ach, das Buch? Leicht lesbar, eine Paraphrasierung dessen, was in den vorhergehenden fünf Absätzen zu lesen ist, manchmal ein wenig zu oberflächlich - und zweimal mit Stirnrunzeln zu bedenken: Zum einen, als bei mit der Erziehung betrauter Priester der Zusatz "und noch dazu oft homosexuell" verwendet wird (was will mir der Autor damit sagen, dass schwuler Kindesmissbrauch schlimmer sei als heterosexueller, homophobe Dummheit einen höheren Stellenwert besitze?), zum anderen die Erwähnung, dass der Autor sowohl zum jüdischen als auch christlich-orthodoxen Glauben übergetreten ist, wenn auch nur aus Gründen der Solidarität mit der Familie seiner Frau. Dennoch: Wenn man von der Verwerflichkeit indoktrinierender Dummheit überzeugt ist, ist ein betroffener Schwiegervater als Argument unzureichend. Man tritt ja auch nicht der NPD bei, nur weil es der zugeheiratete Anhang gerne sehen würde.

Zu kurz gerät die Kritik an der alles durchdringenden Religion auf dem Bildungssektor: Es wird zwar die Verwerflichkeit einer solchen Erziehung erwähnt, der Schaden, den die erzeugte Angst vor einem rächenden Gott, die Unsinnigkeit des als wahr verkauften metaphysischen Brimboriums in Kindern bewirkt. Aber kein Wort über den staatlich geförderten Irrwitz theologischer Fakultäten, die stillschweigende Akzeptanz gesellschaftlich geförderten Schwachsinns. Und manchmal, etwa in den an die Eheschließungen des Autors folgenden Verhaltensweisen klingt gar das Dummheitsargument des "Respektes vor dem Glauben" durch. Respekt? Vor menschenverachtenden Organisationen, Personen, die an Allah, Jehova, den Osterhasen glauben? An durchgeknallte Propheten, die heute - mit Recht - in der Psychiatrie landen würden? Hier kann man bestenfalls die Toleranz erwähnen, Toleranz im lateinischen Wortsinne: Dass man das alles eben ertragen muss, aushalten. Weil einem nichts anderes übrig bleibt. Aber mit dem positiv konnotierten Begriff von Respekt kann das nichts zu tun haben.

 
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*O. Spengler: Der Untergang des Abendlandes

Wäre da ein Preis ausgeschrieben für den originellsten Titel - Leonard Nelson ist ein Kandidat:

"Spuk. Einweihung in das Geheimnis der Wahrsagekunst Oswald Spenglers und sonnenklarer Beweis der Unwiderleglichkeit seiner Weissagungen nebst Beiträgen zur Physiognomik des Zeitgeistes. Eine Pfingstgabe für alle Adepten des metaphysischen Schauens."

 
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*Köhlmeiers "Abendland", Hegel und andere Eseleien

Das, was ein geschichtliches Ereignis bedeutsam mache, ist seine Wirkung, sein Einfluss auf den Ablauf der Geschichte und nicht die Sache an sich. Solcherlei geistreiche Erkenntnisse liest man in Köhlmeiers "Abendland", fühlt sich an Hegels Trivialgeschichtsauffassung erinnert, dass denn das Stärkere immer siege (mit dem zweifelhaften Zusatz, dass es auch das Bessere sei, wobei noch zu definieren wäre: Für wen besser). Auf diese Weise hat Geschichte immer Recht - und man vermag auch die Zukunft vorauszusagen: Insofern, als dass auch in Zukunft der Stärkere siegen werde. (Und eigentlich ist's nur dümmliche Tautologie: Der Stärkere ist der Stärkere!) *

Das nun ist so richtig wie belanglos. Es besagt nichts anderes, als dass es eben Stärkere und Schwächere gibt, Sieger und Verlierer und es ist für die Gegenwart nichts anderes als das Konstatieren des status quo. Ein teleologisches Geschichtsbild, es hat so kommen müssen und nicht anders, weil es eben so ist und nicht anders. Alles Seiende hat eine Ursache - und weil es auf diese Weise ist, konnte es nicht anders sein. Wenn nun aber die Zeit bis zu unserer Gegenwart auf diese Weise determiniert ist, lassen sich für teleologische Schlauköpfe auch Zukunftsszenarien orten, ob wissenschaftlich oder metaphysisch verbrämt. Zwischen Jüngstem Tag und Klassenloser Gesellschaft ist kein Unterschied, und weil alle Wege zwangsläufig dorthin führen, können auch Opfer gebracht werden. Auf ein paar Tote kommt es nicht an - im Gegenteil: Diese sind offenbar notwendig, sie sind nur die zwangsläufige Zwischenschritte auf dem Weg dorthin. Wo immer das ist.

Köhlmeier dient die Hinrichtung Jesu (eine Person zweifelhafter Historizität) als ein Beleg für seine Theorie, die Kreuzigung selbst belanglos, folgenschwer erst durch jene Menschen, die diesem Tod Bedeutung zuerkannten. Das klingt nun einleuchtend, ist aber von fundamentaler Aussagelosigkeit: Es ist nichts anderes als die Feststellung eines historischen Faktums. Es bedeutet schlicht, dass die Folgen ähnlicher Ereignisse nicht immer die gleichen sind (alles andere wäre denn auch überraschend). Bzw.: Dass Ursachen Wirkungen haben. Und unterschiedliche Ursachen unterschiedliche Wirkungen, je nach Ort und Zeit des Geschehens. Ein umstürzender Baum wird meist niemanden erschlagen, manchmal einen unvorsichtigen Forstarbeiter, selten einen Präsidenten. Und mit den Propheten aller Zeiten ließen sich viele Fußballstadien füllen, in einigen wenigen Fällen hatten diese mit einem Hang zur Hysterie und Epilepsie ausgestatten Personen weitreichendere Wirkung. Sie hatten ihn, weil fast jeden Sonntag jemand im Lotto gewinnt, weil die zufällige Verteilung keine andere Wirkung zulässt. (Sie mussten ihn aber nicht haben: Wie auch die Lottozahlen andere hätten sein können. Was Sonntag Abend noch den meisten einleuchtet.) Bei den Propheten hingegen wird alsbald eine höhere Macht vermutet, die nach Erschaffung der Welt nebst starker und schwacher Kernkraft derzeit mit der Überwachung von Klein-Maxi beschäftigt ist und ihn wegen eines geklauten Kaugummis im Supermarkt der ewigen Verdammnis zuführt.

Der Exkurs war in dieser Länge nicht vorgesehen, aber die Zwangsläufigkeit der Geschichte musste hier und heute zu diesem Ergebnis führen! Eigentlich wollte ich nur meiner Überraschung Ausdruck verleihen, dass dieser Roman (Köhlmeiers "Abendland") durchwegs euphorische Kritiken erhielt. Nach einigen hundert Seiten bin ich mir dessen gewiss: Für diese Art der Literatur ist mein Leben zu kurz, ich bin nicht mehr jener jugendliche Enthusiast, der da einmal meinte, alles lesen zu müssen. Je weniger Jahre mir verbleiben, desto rigider mein Auswahverfahren. Und dieses Buch erinnert in seiner epischen Langeweile, den konstruierten Handlungssträngen und ach so besonderen Schicksalen stark an J. Franzens Korrekturen. Meine masochistische Ader verträgt aber nur eine veritable Qual pro Jahr, zu mehr reicht meine Leidensfähigkeit nicht. (Zu J. Franzen: Während es bei ihm noch manch amüsante oder berührende Szene gab, wartet man bei Köhlmeier vergebens auf ein Ende der Geschwätzigkeit. Was aber nicht als Lob für den Amerikaner zu verstehen ist.)

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*)In der Geschichte sei "göttliche Vernunft" (auch Weltgeist genannt) und dies sei wahr. Der Beweis hiefür sei die Geschichte selbst. Solche Auffassungen sind sinn- und wertlos, sind beliebig, weil sich (ähnlich wie bei Sprichwörtern) mit ebenso viel Verve das Gegenteil vortragen ließ (und mir persönlich scheint die Geschichte ein eher zweifelhafter Hinweis auf göttliche Vernunft zu sein). Vielleicht spiegelt sich in solchen Haltungen bloß die Sehnsucht nach Geborgenheit, einem Aufgehobensein in einer irgendwie derterminierten Welt nach dem Verlust des naiven Gottesglaubens (wobei zwischen Welt- und Heiligem Geist kein Unterschied besteht). Wie auch Marx die Hegelsche Eselei übernommen hat und das Jüngste Gericht durch seinen proletarischen Endzeittraum ersetzt hat.

Die Logik solcher Beweisführungen verdient diese Bezeichnung nicht: Das ist Kaffeesudleserei a posteriori. Aus einer vorhandenen Tatsache wird auf deren Notwendigkeit geschlossen. Wäre die Heilige Römische Kirche nicht göttlich, sie hätte nicht überleben können. Weil sie überlebt hat, ist sie göttlich. Aus a folgt b und weil b, so a. Dieses Zirkel- und Kurzschließen hat seit jeher Hochkonjunktur, auf diese Weise können sich auch Mugabe und J. W. Bush ihre Göttlichkeit bestätigen lassen.

 
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*Anna Mitgutsch und das Ablaufdatum der Literatur

Ich verlinke nur selten, bin keine Anlaufstelle für fröhliche Spruchweisheiten oder - noch schlimmer - youtube-Links. Dieser Artikel im Standard wäre es wert gelesen zu werden - und er wird aus den im Artikel beschriebenen Gründen, höchstwahrscheinlich nicht gelesen. Weil er schlicht zu lang ist, mehr als die maximal zumutbaren drei Absätze umfasst.

 
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*Lem, Brandstetter und die Kunstwerke

Die Summa technologiae, krankheitsbedingt auf Eis gelegt, macht immer noch Spaß. "[...] In diesem Sinne kann man auch sagen, daß in einem Kunstwerk der Geschlechtstrieb sublimiert worden sei. Wenn man das sagt spricht man eher eine Metapher als eine Wahrheit aus - jedenfalls ist es keine wissenschaftliche Wahrheit. Nicht alles ist nämlich eine wissenschaftliche Wahrheit: der Ozean der irrelevanten Variablen ist größer als der Ozean der Dummheit, und das will schon etwas heißen."

Kunst, Sublimierung, Interpretation. Dazu der Gendarmerieinspektor Einberger, eine gänzlich anders geartete Natur: "Liest man vieles über die verstorbenen Dichter, so möchte man in Fürbittgebeten den Herrn anflehen, er möge seinen heimgegangenen Diener vor weiterer Behandlung durch die sogenannte Wissenschaft bewahren und behüten. Vor den Gewalten der Hölle bewahre, o Herr, seine Seele und vor der Literaturwissenschaft sein Werk. Oh Herr, laß nicht zu, daß sein Werk der Sekundärliteratur anheimfalle."

 
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*Summa technologiae II

Immer noch bewährt sich die Idee, Summa technologiae und die Romane Lems gleichzeitig zu lesen (nun musste "Solaris" daran glauben, ich hoffe noch, einige Notizen mir abringen zu können).

Ein zentrales Thema Lems stellt die Frage nach der künstlichen Intelligenz (KI) dar - nebst moralischen Implikationen. Wenn es denn gelingen sollte, eine solche "denkende" Maschine zu konstruieren - ab wann hätte diese den Anspruch auf Rücksichtnahme, welcher Komplexitätsgrad der Materie darf auf derlei Anspruch erheben? Vergleich mit der Evolution drängen sich auf, die sich bis zu unserem Umgang mit Lebewesen fortspinnen. Darf ein Einzeller eine solche "Rücksicht" beanspruchen, Mehrzeller, Pflanzen, niedere Tiere, Reptilien? Lebende Krebse in kochendes Wasser zu werfen scheint kein allzu großes Verbrechen für die meisten zu sein, die Züchtung von Hühnern, Schweinen etc. zum bloßen Gefressenwerden auch nicht, hätten wir aber (wenn dies realisierbar wäre bzw. wünschenswert) nicht schon ein größere Hemmschwelle, Affen zum bloßen Verzehr in Gehegen zu züchten, Schimpansenjunge zu schlachten (während das bei Kälbern ohne großen Widerstand geschieht und man bestenfalls eine "humane" Tötung fordert)?

Dieses Problem wird - unter anderem - auch in "Solaris" thematisiert, wenn der dortige Ozean aus den Erinnerungen von Menschen andere Personen erschafft. Haben diese "künstlichen" Gebilde Anspruch auf moralische Behandlung, kann, darf man sich in sie verlieben, gibt es eine Form von Individualität, wenn nach Vernichtung oder Entfernung am nächsten Tag ein identisches Wesen erscheint, während das erste noch irgendwo in einer Umlaufbahn um den Planeten existiert?

Noch einmal "summa": Lange Zeit war es eine, eigentlich die Herausforderung für Programmierer, ein Schachprogramm zu entwickeln, dass den besten menschlichen Spieler zu schlagen imstande sein sollte. Ich kann mich noch an Diskussion in der zweiten Hälfte der 80iger Jahre erinnern, als - mit häufig eher "intuitiven" Argumenten - von Schachspielern ein solches Computerprogramm als urrealisierbar bezeichnet wurde. Tatsächlich waren die Leistungen der meisten Computer erschütternd schwach, ich hatte einen von Scicys, der, wie damals der Regelfall, mit geschlossenen Stellungen so gut wie gar nichts anfangen konnte und im Endspiel praktisch chancenlos war. Viele sahen in einem "Computerschachweltmeister" den Untergang der Menschheit, das Fallen der letzten Bastion des homo sapiens. Was ich schon damals nicht verstand, weil die Existenz einer Maschine, die irgendetwas besser als ein Mensch kann, keinesfalls Wettbewerbe zwischen Personen verhindert. (Nur weil ein Roboter schneller über 100 Meter läuft oder mehr Gewicht zu heben imstande ist, wurden weder Leichtathlektik- noch Gewichtheberkonkurrenzen abgeschafft.) Offenbar wurde aber die Eitelkeit des homo sapiens durch die Schachcomputer, überhaupt "denkende" Maschinen schwerer verletzt - wobei: Die ersten Taschenrechner haben dieses geistige Selbstverständnis weniger angekratzt, kaum jemand hat es als furchtbar empfunden, dass nun der kleine batteriebetriebene Kasten schneller multiplizierte als sein Besitzer.

Mit dem Terminus "denkend" muss man allerdings vorsichtig umgehen, alle derzeit (mir) bekannten Computer arbeiten nach dem Prinzip der Geschwindigkeit bzw. der großen Zahl. Alle Rückkoppelungen sind algorithmusgesteuert, daher nicht "frei". Wobei sich die (nicht grad neue) Frage stellt, ob nicht Willensfreiheit zum einen eine Schimäre ist, zum anderen aus einer bloß unübersichtlich großen Zahl an Möglichkeiten der Reaktion besteht. Wäre etwa ein Supercomputer, der auf ein bestimmten Input durch einen Zufallsmechanismus auf Milliarden an Varianten der Reaktion zurückgreifen könnte (mit den entsprechenden weiteren Verästelungen) denn möglicherweise nichts anderes als ein denkender Mensch? Und wann entsteht im Laufe der Evolution dieses Denken (bzw. die scheinbare(?) Willensfreiheit)? Wieder der Durchlauf wie oben: Einzeller, Pflanze, Tier, Mensch?

 
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*Summa technologiae

Schreiben aus der Matratzengruft - und weil dies umständlicher ist und mühsamer, werden auch die Zeitabstände zwischen den Postings größer. Jedenfalls: Voll des Lobes über die "Summa technologiae", schon lange nicht mehr ein so anregendes, lesbares theoretisches Werk gelesen von einem, der des Denkens offenbar kundig ist. Lem hält eine - notwendige - ironische Distanz zu seinem Thema und er hält sich trotz der prinzipiellen Problematik futurologischer Prognostik weitgehend an wissenschaftlich-methodologische Grundsätze.

Im Grunde ist es wie bei seinen belletristischen Werken: Man erfährt einiges über das Menschsein anhand von aufgezeigten, möglichen Entwicklungslinien, man erfährt aber vor allem auch, wie problematisch eine solche Vorausschau ist, wie stark befangen derjenige sein muss, der einen solchen Versuch unternimmt. Wir extrapolieren das Vorhandene, stellen uns die Zukunft als eine vervielfachte, vergrößerte Gegenwart vor, als eine simple Verlängerung der Vergangenheit. Allein schon das Aufzeigen der Problematik solchen Denkens (wenngleich es verständlich, vielleicht sogar das einzig mögliche ist) ist bemerkenswert, der Hinweis darauf, wie sich wohl der Neandertaler seine Zukunft vorgestellt hätte, die Sumerer oder Römer (deren Unmöglichkeit, sich moderne Kommunikations- oder Fortbewegungsmittel vorzustellen, sie hätten ebenso wie wir heute "extrapoliert", Schiffe mit riesigen Rudern sich ausgedacht etc.).

Wie unzuverlässig diese Schlüsse von der Gegenwart auf die Zukunft sind zeigt sich an älteren SF-Filmen (oder Romanen), die ebenfalls nur mit Vergrößerung, Beschleunigung, Verbesserung des bereits Vorhandenen operieren - und die dadurch heute so süß anachronistisch anmuten (da etwa der Siegeszug der Computerchips gar nicht in den Köpfen der Erfinder solcher Produkte sein konnte, werden häufig überdimensionale Röhrengeräte dargestellt, für die man in unserer Zeit bestenfalls beim Antiquar vorstellig werden könnte).

Allein schon diese grundsätzlich bescheidene Betrachtungsweise vieler Probleme macht das Buch so lesenswert, es hat nichts von der Penetranz zahlreicher anderer Werke, welche da im Indikativ ihre Weisheiten absondern und gar nicht auf die Idee kommen, dass man darüber einmal schmunzeln wird. Im übrigen - nach meinem Dafürhalten - eine der wichtigsten Eigenschaften der Philosoph- bzw. Menschseins im allgemeinen: Selbstironie, Wissen um die eigene Beschränktheit, um die Relativität all dessen, was man da so denkt und tut. Was aber keineswegs im Gegenzug ein "anything goes" bedeutet, dies wäre eine bloß bequeme Kapitulation vor der selbstverständlichen Tatsache, dass Gewissheiten nicht zu erreichen sind.

 
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*Man nehme: Morgens ein Buch (oder zwei) ...

Ich neige zu Ritualen. Manch eine(r), mir weniger wohlgesonnen und von diesen Regelmäßigkeiten genervt, bezichtigt mich gar autistischer Verhaltensweisen. Solches aber weise ich von mir, das sind Unterstellungen, häufig verbunden mit Angriffen auf meine Morgenruhe.

Denn es stimmt, nachdem ich Morpheus' Umarmungen entkommen bin, ist für die Dauer von ein bis zwei Stunden mein Kommunikationsbedürfnis ein geringes zu nennen. Kaffeemaschine in Gang setzen, Wildtierfütterung des schwarz-weißen Ungetüms, ein paar hundert Meter Morgenspaziergang zum Briefkasten. Bei der Rückkehr hat die Kaffeemaschine ausgeröchelt, ein leises Pfauchen, Brodeln, das dampfende Getränk in der Tasse setze ich mich an den Tisch.

Dieser ist - größenunabhängig - überladen. Der derzeitige, fast zwei Quadratmeter große mit mehr, der frühere Miniaturtisch der Stadtwohnung mit entsprechend weniger Büchern. Immer aber fällt es schwer, zwischen den aufgetürmten Bücherstapeln Platz zu finden für die Tasse mit dem lebensnotwendigen Absud der Kaffeebohne, manch ein Unglück ist da vorprogrammiert. So etwa weiß ich zu berichten, dass eine zur Unzeit begossene Laptop-Tastatur dem 10Finger-System den Gehorsam aufkündigt, viele, jedoch nicht die beabsichtigten Zeichen produziert und dadurch einiges Ungemach bereitet.

Was aber eigentlich ich sagen (bzw. schreiben) wollte: Dass der Griff zum Buch des Morgens (und nicht zur Zeitung oder zu prangenden Schlagzeilen im Internet, um diese Tageszeit will ich noch keinesfalls wissen, wer wem wo den Schädel einzuschlagen geruht) - dass dieser Griff mir zur medizinischen Notwendigkeit geworden ist. Eine besonders beruhigende Wirkung entfalten Fontane oder Raabe, von den Gegenwartsautoren ist Brandstetter zu empfehlen.

Oft reichen einige wenige Seiten, schon ist der Tag nicht völlig sinnlos, manches erscheint leichter, weniger drückend. So schlürft der eine seinen Gesundheitstee, der andere die Pillen gegen Sodbrennen, Bluthochdruck und Obstipation. Ich nehme Sätze zu mir, selbst homöopathische Dosen sind hilfreich. Schwer vorstellbar, dass es Menschen geben soll, die ohne solche Mittel ihr Auslangen finden.

 
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*Waidmannsheil

Meine Aversion gegen Vielleser ist im Steigen begriffen. Gegen jene, die, weil sie in irgendeinem Zusammenhang die Wörter "Buch", "Lesen", etc. vernehmen, diesen Dingen eine höhere Weihe verleihen. Deren Früchte einer fast manischen Beschäftigung mit Gedrucktem in Zitaten besteht, in Listen, auf- und absteigend sortiert und die als Resumee eines Romans bloß sagen können: "Hab ich auch gelesen". Das erinnert an die Museumsexzessiven oder Reisefanatiker, die durch den Louvre an hunderten Gemälden vorbei rennen und beim Anblick des Colosseums glauben, nun endlich eine Ahnung von römischer Lebensart und lateinischer Literatur zu kriegen.

Aber - das ist Zeitgeist. Wie dieser Ruhrpottdeutsche, der mir mit einigem Stolz auf Amorgos mitteilte, wieviele Kykladeninseln er schon "gemacht" habe, welche er zu "machen" noch vorhabe und dann seinen gestrafften Zeitplan präsentierte. Inselspringen, Bücherspringen, abhaken, hinter sich lassen, Datenbankeintrag im Gehirn, No 562 - Shakespeare, Wie es euch gefällt, hab ich auch gelesen. Jaja, Shakespeare, die Stirn wissend in Falten gelegt, man ist auf du und du mit den Klassikern, hat man sie doch schon alle erledigt. Und es ist kein Zufall, dass dies wie "erlegt" klingt, sie schießen mit ihren zweifelhaften intellektuellen Waffen auf alles, was ihnen vor ihre höchst durchschnittliche Geistesflinte läuft, gar einen Preis bekam oder einer Besprechung gewürdigt wurde. Paff - erlegt, das Geweih in eine Excel-Tabelle gepinnt und auf zur nächsten Jagd.

Es ist Zeitgeist im Sinne von Gottschalks "ich hau mir in einer Minute mit 20 verschiedenen Gummihämmern 200 Mal auf die Rübe". Drüber nachdenken, möglicherweise auch zum Ergebnis gelangen, dass nicht alles, was einen Preis oder hohe Verkaufszahlen vorweisen kann, auch einen Wert hat - dafür reicht's kaum. Überhaupt: Selbst drüber nachdenken, nicht die Gedanken anderer zitieren, das Sich Berufen auf - gelesene - erledigt! - Kritik. Dafür aber ist keine Zeit, der Inselspringterminplan lässt solches nicht zu, wurde doch schon von XY ein anderes Werk gelobt, welches auf den intellektuellen Plattschuss wartet.

 
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*Lesen

Das entspricht wohl dem, was man Zeitgeist nennt. Der Konsument (nach den Angaben der Seite hauptsächlich Wirtschaftsleute, die offenkundig ihre eigene Unbildung zu kaschieren suchen) darf nach der Lektüre mit einem Auftritt bei Thomas Gottschalk rechnen und geht als Geisteskoryphäe in die TV-Geschichte ein.

Vieles auf dieser Welt bleibt mir unverständlich. Warum man sich etwa schämen sollte, wenn man den Inhalt des Zauberbergs oder der Strudlhofstiege nicht kennt. Dass aber Bücher aus einem ganz anderen Grund geschrieben werden, dass es hierbei keinesweg ums Memorieren von Inhalt und Hauptfiguren sich handelt, darauf scheint überhaupt niemand zu kommen. Zauberberg und Strudlhofstiege sind ein ästhetischer und intellektueller Genuss, der sich einem durch einen Inhaltsangabe ebensowenig erschließt wie der Geschmack einer Schokolade durch die Auflistung der Ingredienzien.

Absatzanalyse lt. Obelix GmbH & Co KG. Die Leute kaufen, unter Punkt "D" subsummiert, das, was den Nachbarn neidisch macht. Und sie tun auch nicht das, was ihnen Spaß macht, sondern womit sie Eindruck zu erwecken wünschen. Manchmal auch bei sich selbst, sie erstellen ein fiktives Persönlichkeitsprofil, dem sie gerne entsprechen würden. Darunter gehören etwa auch die tatsächlichen Vielleser, jene, die da meinen, alles lesen zu müssen und die im Anschluss darüber penibel Buch führen, was alles sie schon an Gedrucktem verdaut haben. Übrig bleibt bei diesen verqueren Bücherfressern, sofern man sie einer Unterhaltung würdigt, tatsächlich nur ein Verdauungsprodukt. Sie sind ähnlich den Wirtschaftsfuzzies mit ihren Inhaltsangaben.

Wer etwa vorgenannte Bücher nicht kennt, dem entgeht tatsächlich etwas. Wer sie aber nur liest (ob nun ganz, Seiten überspringend oder als Inhaltsangabe), damit er dem Geschäftspartner oder der prospektiven Kopulationspartnerin imponiert, dem entgeht noch viel mehr. Im übrigen (da es nicht unerheblich viele Menschen in meinem bisherigen Leben gab, die mir mit der Erwähnung von Lektüre zu imponieren suchten, weil das bei jemandem wie mir opportun zu sein scheint) bemerkt man sehr rasch, ob das Großhirn an der Rezeption beteiligt war oder man - bestenfalls - die Meinung des Kritikers einer Tageszeitung serviert bekommt. Und so nebenher: Mann und Frau imponieren mir damit gar nicht. Nicht, dass ich nicht gerne mich über Literatur unterhalten würde. Aber mir ist völlige literarische Unbelecktheit bei weitem lieber als hirnlose Wiedergabe von sich zum Humanismus verpflichtet fühlenden Zeitgeistdeppen.

 
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*Früher

An meine Jugend will ich mich nicht erinnern. Man vergisst das Schlechte, und das Gute war zu selten."

Gert Ledig (Vergeltung)
 
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*Joseph Roth und Paulsen - Sehnsüchte

Joseph Roths Sehnsucht nach dem Kaiserreich ist seine Sehnsucht nach der Kindheit. Mag sie arm, traurig oder mühsam gewesen sein, es war etwas Unwiderbringliches, wie es jede Kindheit ist. Und je größer der Abstand, desto verklärter die Betrachtung. "Und weil der Tod des Kaisers meiner Kinheit genauso wie dem Vaterland ein Ende gemacht hatte, betrauerte ich den Kaiser und das Vaterland wie meine Kindheit." (J. Roth: Seine k. und k. apostolische Majestät)

Es muss schön sein, eine solche Trauer spüren zu können, ein nostalgisches Hinsehnen, auch wenn es dazu der Beschönigung, wohlwollenden Vergessens bedarf. Dies gehört zu den Dingen, die ich meine Mitmenschen manchmal neide. Paulsen etwa schrieb hier von seinen Erinnerungen, keine verklärenden Sehbehelfe notwendig. Berührend; der Wunsch, auch Ähnliches erzählen zu können.

 
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*Nietzsche - Ende

Fast unglaubliche Parallelen zwischen Nietzsche und H., die zitierten Krankenakten Nietzsches wie eine wortwörtliche Wiederholung dessen, was ich über ein Jahr lang immer und immer wieder gehört habe. Sätze aus Briefen, die im Wortlaut übereinstimmen. Natürlich, H. hat Nietzsches Werk gekannt, gut gekannt, meines Wissens aber nicht die Briefe, schon gar nicht die lange unveröffentlichten. Der ein Droschkenpferd umarmende Nietzsche und H., der weinend sich um meine Katze bekümmerte. Weder für den einen noch für die anderen gab es eine stichhaltige Diagnose, ebensowenig Hilfe. Ist 10jähriges Siechtum dem Selbstmord in einem letzten, lichten Augenblick vorzuziehen?

Natürlich fehlt mein ureigenster Bezug: Die Ungeheuerlichkeit, das Unglaubliche solchen Krankseins, des Verfalls. Das widersinnige, jeder Logik spottende Reden, sich abwechselnd mit dem, was gemeinhin als vernünftig und richtig bezeichnet wird. Die Unmöglichkeit, auf diese Unlogik einzuwirken, das ständige "An die Grenzen Stoßen". Im Wahn bleiben müssen, ihn akzeptieren, annehmen, als richtig anerkennen, sich selbst dort einrichten. - Eine Pause tut not, Götzendämmerung und Genealogie der Moral ins Regal zurückstellen. Abgestoßen von all denen, die da romantisch Geniehaftes im Wahnsinn finden wollen, ihn anziehend finden. Nichts weniger als das. Nur würdelos.

 
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*Nietzsche V

Nietzsche, der sich gern als großer Psychologe sah, war in bezug auf Menschen von entwaffnender Naivität. Jede neue Bekanntschaft reißt ihn zu Begeisterungsstürmen hin, verwandte Seelen, Jünger allüberall und nach kurzer Zeit die überbordende Enttäuschung. Der Wunsch, Menschen zu treffen, wie er sie sich vorstellte, hinderte ihn daran, sie so zu sehen, wie sie tatsächlich waren. Hier wie in allem anderen Phantasterei; der Wunsch, dass die Welt seinen Vorstellungen entspräche. Eine Form der Überlebensstrategie, jede andere Welt als die eigene wäre nicht lebenswert. Die Pole einer solchen Haltung sind Größenwahn oder Selbstmord; dieser als das Anerkenntnis, sich getäuscht zu haben, jener als Subsumption der Welt unter das Gedankengebäude.

 
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*Nietzsche IV

Menschliches, Allzumenschliches. Nietzsches beginnender Größenwahn zwischen Krankheit und Verzweiflung. Die Briefe manisch oder von hilfloser Verzweiflung, meine Empfindung wäre ihm zutiefst zuwider gewesen: Mitleid. Manche seiner Sätze von bewundernswerter Schönheit - andererseits: Was müsste das für eine Aphorismensammlung sein, der man nicht ab und an zustimmen würde.

Die Intensität meines Mitlebens hat einen Grund. Er, der Bewunderer des einsamen Wanderers von Maria Sils ist 13 Jahre tot, sein Wahnsinn war intensiver, seine Kraft geringer. Die Würdelosigkeit des Sterbens dieselbe, ob in geistiger Umnachtung zehn Jahre von der Mutter gepflegt oder in einem Aufblitzen letzter Klarheit die Flucht aus der Irrenanstalt auf den nahen Bahndamm. "Ich bin nichts mehr!", wörtlich zitiert von einem anderen Wahnsinnigen, Hölderlin, ohne sich dessen bewusst zu sein.

 
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last updated: 2008.12.31, 03:01
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Was zu derart Amüsantem wie Martensteins Glosse führt, darf nicht strafbar sein.
by i. (2008.12.31, 03:01)
Ich muss meine hochgeschätzte Juristin befragen: Ob sich hinter solch einer Aufforderung (Schreiben Sie...
by philit (2008.12.30, 22:07)
(Denk Dir einfach die esoterische Hausfrau als Bogen Überleitung:) Empfehlenswert.
by i. (2008.12.29, 23:51)
Zu Chr. Hitchens: Der Herr ist kein Hirte Seit es Anhänger eines vorderasiatischen Propheten unternommen...
by philit (2008.12.20, 16:42)
Das Mädchen von damals III Nun hab' ich also doch geschrieben - und Antwort bekommen....
by philit (2008.12.06, 20:55)
Unterhaltung Aus der Kategorie Unterhaltung: Neben der humorigen Messerstecherei erfahre ich u. a., dass Klaus...
by philit (2008.12.02, 16:07)
Twitterjournalismus - oder wer hat den Größeren? Der Blogjournalismus twittert wieder ganz aufgeregt. Bombay, Mumbai,...
by philit (2008.12.01, 16:40)
Nein, aber der Umstände halber fällt mir zur Zeit immer wieder Burger ein, seine...
by philit (2008.11.27, 03:10)
War gestern H.s Todestag?
by i. (2008.11.27, 01:46)
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by philit (2008.11.26, 21:05)


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