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philit, Sonntag, 17. Dezember 2006, 01:29 Ein letzter Zusammenklang. Das Oberirschenbacher Kirchengeläut, die dumpf aufschlagenden Erdschollen und das zweite Mittagsmahl von Herrn Bertram Niemehr, Gast im Goldenen Reh, Zimmer 212, Seeblick, Privatier. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Freitag, 15. Dezember 2006, 00:54 Und so rollte bereits zwei Tage später ein schwerer Eichensarg auf den neuasphaltierten Wegen des Oberirschenbacher Friedhofs seiner endgültigen Bestimmung entgegen. Kränze waren dem treuen Gatten, sorgenden Vater, geschätzten Kollegen, geliebten Mitbürger im Überfluss beigegeben, und eine umfängliche Trauergemeinde gab dem entschlafenen Oberinspektor die letzte Ehre. Anwesend waren: Obermedizinalrat Bräunlich, dessen Stirn an mehreren Stellen eigentümliche Verfärbungen aufwies und der sich leise murmelnd in Erörterungen über richtige und falsche Trinkgewohnheiten erging; Bestattungsinstitutsinhaber Elend jr., rechtschaffen erschöpft und professionell erschüttert, dessen unsteter Blick möglicherweise durch die Anwesenheit des gesamten Gendarmeriepostenpersonals beeinflusst wurde; Emerentia Einfalter, geborene Tusch, von der mehrere Anwesende unabhängig voneinander behaupteten, dass sie eine ins Zweistellige reichende Zahl Tränen zustande gebracht habe, außerdem der offenbar schwer mitgenommene Sohn des Dahingegangenen, der nur durch die Geistesgegenwart einiger Sargträger von einem unmittelbaren Nachfolgen und Nachstürzen bewahrt werden konnte, auch wenn sein Zustand vorgeblich nicht der Trauer geschuldet war; des weiteren ein erneut über Gebühr erschütterter Totengräber und schließlich am Ende des Trauerzugs Johann Karl Unterwinder, der von seinem Arbeitgeber für kurze Zeit zwischen zwei Schweinehälften freigestellt wurde und – seine Arbeitskopfbedeckung in den Händen – mit leerem Blick den salbungsvollen Ansprachen zu folgen schien. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Donnerstag, 14. Dezember 2006, 00:57
Die umständehalber beachtliche Nervosität des Meisters im Aufbahren, balsamischen Werkens und festlichen Versenkens entseelter Leibeshüllen bewirkte den Riss jenes ohnehin schon dünn gedachten Fadens, mit dem die Geduld angeblich an das Sein und Wesen des Menschen und eines Bestattungsunternehmers gebunden ist. Mit beachtlicher und von einem Männchen seiner Körperbeschaffenheit nicht zu erwartender Gewalt sah Bräunlich sich an Genick und Hinterkopf gefasst und mehrfach und unsanft auf die marmorne Tischplatte gestoßen, wobei der solcherart Handelnde das Pochen des Medizinerschädels mit Ausführungen begleitete, die auf die Möglichkeit einer ehebaldigsten Nachfolge des bei Einfalter eingetretenen Zustandes abzielten. Der Erfolg war durchschlagend, weniger die Tischplatte als das von Elend erwünschte Ergebnis betreffend, während sich der noch immer in Aufbahrung befindliche Einfalter abermals in seiner These bestätigt sah, dass der Durchsetzung von Interessen durch die Anwendung bescheidener physischer Hilfsmittel am besten gedient sei. Dass er bei diesen Überlegungen an seine Gemahlin erinnert war, darf mit Fug und noch mehr Recht vermutet werden. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Mittwoch, 13. Dezember 2006, 14:50 Der solcherart an eine wenig ruhmvolle Epoche seines Landarztdaseins erinnerte Bräunlich schickte sich nun an, die nachdrücklich geforderte Unterschrift zu leisten und den um sein Gemächt bangenden Rochus von weiteren Untersuchungen zu verschonen, nicht ohne sich zuvor an der oberwähnten hochprozentigen Birnenessenz erneut gütlich zu tun. Jene von Elend erwähnte vorgebliche Leiche hätte dem Wirken des Bräunlich beinahe ein vorzeitiges Ende gesetzt, ein Ende, das einerseits durch die rumänische Staatszugehörigkeit des vermeintlich Toten als auch durch die verwandtschaftlichen Beziehungen des Mediziners zu vorgesetzten Stellen hintan gehalten werden konnte. In einer letzten Aufwallung alkoholbedingter Humorigkeit, von einer klatschenden Handbewegung auf Einfalters feisten Schenkel begleitet, notierte Bräunlich in der Spalte für die Ursache des Dahinscheidens "totgefressen" – korrigierte auf "und totgesoffen", kicherte und wollte zu Elends Leidwesen zu einem Vortrag über die hohe Kunst wohltemperierten Alkoholkonsums ansetzen, wobei er sich selbst als ein Beispiel setzte für die gediegene Ausübung solchen Tuns. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Sonntag, 12. November 2006, 15:33 Unter anderen Umständen wäre Bräunlich möglicherweise das Schicksal erspart geblieben, die Standhaftigkeit seiner Leber beim Blauen Hirschen bis zum bitteren Ende zu erproben. Bevor der nekrophil belästigte Oberinspektor dem so nachlässig hantierenden Bräunlich jene erst vor kurzem seiner Emerentia erteilte Behandlung angedeihen lassen konnte, hatte ihn Elend unsanft vom darbenden Leichnam entfernt und ihn nochmals nachdrücklich zur Unterfertigung der vorbereiteten Totenpapiere aufgefordert. Die mit gehörigem Zungenschlag vorgetragenen Zweifel am Ableben des ihm präsentierten vorgeblichen Kadavers wurde von Elend energisch zurückgewiesen, wobei er auf seine langjährige Leichenerfahrung aufmerksam machte als auch auf die Tatsache, dass er mehr Tote gesehen als der Medizinalrat a. D. auf dem Gewissen habe, was hinwiederum bei des Doktors zweifelhaften Künsten bemerkenswert erscheine. Außerdem erlaube er sich darauf hinzuweisen, dass eine anno Domini 19xx von Bräunlich zwecks Verscharrung ihm übergebene Person immer noch unter den Lebenden weile, was ihm paradigmatisch erscheine betreffs jener Kompetenz, die er nun – zu Unzeiten – an den Tag zu legen beabsichtige. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Samstag, 11. November 2006, 00:40 Zwar würden alle Anwesenden die Psychologie als eine wenig vertrauenswürdige Wissenschaft bezeichnet haben, nichtsdestoweniger wurde gerade Bräunlich ein Opfer seiner Erwartungshaltung und des Rosenthal-Effekts. Denn nicht gering war der Schrecken und die Überraschung, den schwankenden Medizinalrat über die einfaltersche Umfänglichkeit sich beugen zu sehen und tatsächlich seines Amtes walten zu wollen, anstatt der Erwartung zu genügen und seine Unterschrift auf den vorbereiteten Totenschein zu setzen. Hier nun ist der Platz, dem Oberinspektor sein Bedauern auszusprechen, denn Bräunlichs Magen rumorte und revoltierte, die ihm kredenzte 80%ige Birnenessenz schien nicht in friedlicher Eintracht mit dem Gerstensaft sich den Magen teilen zu wollen und so war des Rülpsens und Aufstoßens kein Ende, während der Arzt der Reste des oberinspektorlichen Atems habhaft werden wollte, sich dann aber, weil seine Peristaltik sich umzukehren drohte, des rechten Handgelenkes der vorgeblichen Leiche zu bemächtigen versuchte. Neben den virulenten Magenproblemen musste nun auch der Physik Tribut gezollt werden und so schoss Bräunlich im Stolpern übers Ziel hinaus und fand die rechte Stütze erst in jenem Bereich, den im bisherigen Leben Einfalters noch keine männliche Hand denn seine eigene gespürt hatte. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Donnerstag, 9. November 2006, 11:17 Elend erwartete unter den schwach beleuchteten gotischen Lettern die hagere Gestalt des schwankenden Bräunlich, welcher sich für die nächtliche Ruhestörung nebst Hilfeleistung einen stärkenden Trunk erbat, wenngleich ihm vom Bestattungsmeister die Mitteilung zuteil ward, dass es weniger um eine Wiederherstellung denn um eine Feststellung zu tun sei, weshalb auch das nichtvorhandene ärztliche Gerät hier keinen nennenswerten Nachteil mit sich bringen würde. Unglücklicherweise erwachte der Ehrgeiz des Medizinalrats zu Unzeiten, wenngleich er das Dahinscheiden Einfalters an diesem Orte als eine praktische, die weitere Einsargung erleichternde Idee bezeichnete – und flocht in seine betriebswirtschaftlichen Überlegungen bezüglich Gewinnmaximierung bei Bestattungsunternehmern einige Anekdoten in Hinblick auf unzeitgemäßes Versterben in Landarztordinationen ein, wo die durch keine (seine) Kunst Wiederherstellbaren in manchen Fällen hätten wegen Platzmangel ins Wartezimmer retourniert werden müssen. Davon könne hier keine Rede sein, hier müsse nicht platzsparend gestorben werden, im Gegenteil, die Umstände könnten als beinahe luxuriös bezeichnet werden, alles Samt und Seide, man sei in einer solchen Umgebung vor morbiden Gedanken nicht gefeit, es wandle einem die Lust zu ... Die rüde Unterbrechung Elends, dass dieser noch nicht ausgesprochenen, aber angedachten und erwogenen Lust auch nachgeholfen werden könne, wenn Bräunlich nicht ehebaldigst seines Amtes walte und Einfalter mittels vorbereitetem Totenschein für einer anderen Welt zugehörig erkläre, ließ Bräunlich nach einer weiteren Stärkung zur Tat und zur Untersuchung schreiten. - - - - ... Link (1 comment) ... Comment philit, Montag, 6. November 2006, 23:58 Und so waren diese beiläufig und unschuldig vorgebrachten Reflexionen über Teile der Strafgesetzgebung meinungs- und entschlussbildend für des alten Elend Entscheid pro Einfalter. Was zur Folge hatte, dass der vor Jahren pensionierte Medizinalrat Dr. Sigismund Bräunlich zum nächtlichen Einsatz gerufen wurde, gerufen aus jener Gaststätte, die des Totengräbers hochgewachsene Gestalt Stunden zuvor hatte niedersinken sehen. Und in einem Zustand, der, abgesehen von der horizontalen Bettung des Vorgenannten, mit nämlichen eine beträchtliche Ähnlichkeit aufwies, wovon sowohl Elend als auch Einfalter mit großer Hoffnung und ebensolcher Wahrscheinlichkeit ausgegangen waren. Bräunlich hatte seit dem Ruhestand sein schon vorher gerittenes Steckenpferd zu seinem Hauptlebensinhalt gemacht und soff mit erstaunlicher Konsequenz seine Rossnatur zu Tode, ohne aber bislang ans Ziel gelangt zu sein. Über den ihm durch die Hirschenwirtin mitgeteilten Anruf, man harre beim Bestatter seines Erscheinens, weil man des Rates einer medizinischen Fachkraft bedürftig sei, zeigte er sich erstaunt, weil, so Bräunlich, von den im Hause Elend anwesenden Personen die wenigsten noch ärztlichen Beistandes bedürften, er den alten Elend hingegen aus Gründen einer tiefen Antipathie bestenfalls zu seinem eigenen Kunden machen würde, wovon er diesem mehrfach und unmissverständlich Kenntnis gegeben hätte. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Mittwoch, 1. November 2006, 17:01 Während sich der Oberinspektor von der Bestattung zur Metzgerei verfügte, wo Meister und Meistersgattin zu ihrer nicht unbeträchtlichen Freude von der präsumtiven Bereitstellung einer ihnen schon verloren geglaubten Arbeitskraft erfuhren, plagen den alten Elend jr. pekuniäre Bedenken. Denn im Grunde war da eine Leiche zuviel, wenn auch durch die von Rochus in Vorschlag gebrachte Idee diesem unerquicklichen Umstand abgeholfen werden konnte. Nun pflegten moralische Bedenken den Bestattungsunternehmer nur höchst selten heimzusuchen, wovon so manche zu Unzeiten entfernte Grab- und Totenbeigabe hätte erzählen können – aber bei diesen Transaktionen war seitens der Betreffenden physiologischer Umstände wegen auf wenig Widerstand und ebenso geringe Entdeckungswahrscheinlichkeit zu rechnen. Bei dem von Einfalter vorgebrachten Ansinnen war aber nur bedingt entseelte Verschwiegenheit ein Garant für Nichtentdeckung, was nicht unerheblich zu Elends skrupulösen Überlegungen Anlass gab. Wobei ihm eine zwiefache Beunruhigung zuteil ward: Denn wie sollte man des Oberinspektors wortreiche Verurteilung jener Gebräuche interpretieren, die die Unsinnigkeit von wertvollen Grabbeigaben anprangerte, auch wenn, so Rochus wörtlich, diesen Torheiten juristisch durch den Straftatbestand des Grabraubs einiges an Schutz gewährt würde. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Samstag, 30. September 2006, 00:53 Elend & Sohn; darunter in dunkelgrauen, gotischen Lettern: Bestattungen - Friedhofs- und Grabutensilien en gros und en detail. Längst lebte nur mehr der Sohn des alten Elend, selbst bereits ein hochbejahrtes Männchen mit wallendem Silberhaar, der im Rufe stand, aus den unzähligen Leichen, die seine Lebensbahn gekreuzt hatten, trotz oder wegen ihrer Passivität einigen Gewinn gezogen zu haben. Der Bestatter hatte eine herzliche Neigung zu seiner Kundschaft entwickelt – denn die Leichen geruhten sich still und zurückhaltend zu verhalten (dafür sorgte schon der vorgeschaltete Totengräber mit Branntweinneigung, der Geistererscheinungen mit Schaufel und Pickel ein Ende zu bereiten pflegte), diejenigen hingegen, welche zwecks Einsargung der ihnen anvertrauten Leichname vorsprachen, waren zu gesellschaftlicher Dezenz verpflichtet, wenngleich so mancher zwischen allerlei Trauerbekundungen nur schwer seine Zufriedenheit über den Gang der Dinge zu verbergen vermochte. Umso überraschender mutet das zu später Stunde stattgehabte, lange und intensive Gespräch zwischen Einfalter und Elend an, welches schlussendlich zur Sargöffnung und Kenntnisnahme eines vorgeblich längst der Vermadung am hiesigen Kirchhof anheim gestellten Frauenleichnams führte. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Donnerstag, 28. September 2006, 00:59 Er war es zufrieden – und frohgestimmt. Denn es muss bemerkt werden, dass dieser Teil seiner Unternehmung - weil der mit Abstand unberechenbarste - und weil er des weiteren vor seiner werten Gattin einen nicht unerheblichen Respekt hatte, ihm als der schwierigste und gefährlichste erschienen war, hier hatte er mit Unwägbarkeiten seitens einer stets lauernden, ihm nicht geheuren Weiblichkeit gerechnet oder sie vielmehr befürchtet. Nun war er niemals Pazifist gewesen, er hatte im Gegenteil oftmals bedauert, dass seinem Wesen und Wirken gesetzliche Zügel angelegt waren, dass er der Wahrheitsfindung nicht immer mit vorsichtigem Nachdrucke hatte dienen dürfen – aber an diesem Tag war ihm die Offenbarung zuteil, dass dem Lauf der Welt mit einigen kräftigen Ohrfeigen sehr viel leichter nachgeholfen werden konnte als mit aller feinsinnigen Beredsamkeit. 10 Uhr abends, für diese Ankündigung hatte der armselige Kuckuck ein letztes Mal Schwung geholt und vorwitzig aus seinem rot-grün-weiß gestrichenen Gehäuse lugen wollen – nicht zu spät also für die noch zu erledigenden Besuche. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Mittwoch, 13. September 2006, 00:24 Da war kein Ruhen und Rasten, es knallte, klirrte und klingelte allüberall, und der Stammhalter glaubte noch am nächsten Morgen, die eindrücklichen Erlebnisse einer nachlässigen Dosierung zu danken, obschon die geschwollene Backe von Handgreiflicherem zeugte. Aber mehr und mehr wuchs sich das Wüten zur Arbeit aus, und Einfalter war auf der Suche nach effektvollem Abgange, als die Gnade des Zufalls die Stunde voll werden ließ. Ein geschmacklich zweifelhaftes Fabrikat entließ einen Kuckuck, zum ersten, zweiten – und zum letzten Male mit glockensüßem Klange, ehe dem Vögelchen mit eichenem Gestühle endgültig und für immer ein Ende gemacht wurde, japsende Mechanik, kunstvoll geschnitztes Eichenlaub, ein schnabelloser Stundenverkünder am Wohnzimmerboden vereint in Funktionslosigkeit für alle Ewigkeit. Das gewaltige Knallen der Tür, letztes Schmuckwerk von den Wänden zitternd – dann verschwand der Inspektor im Arbeitszimmer und alsbald aus dem Hause, Frau Emerentia zurücklassend im ehemals altdeutsch-aufgeräumten Wohnzimmer und grenzenlos überrascht. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Mittwoch, 23. August 2006, 18:40 Dem Suchen ward Einhalt geboten durch das Zurückschwingen jener Rechten, die die Gattin fast ungebremst hatte am altdeutschen Wohnzimmerschrank ihre Flugbahn beenden lassen, wobei ihre weit gespreiteten Arme zur Freude des Inspektors eine von ihm ästhetisch wenig estimierte Vase nebst einem dort befindlichen Plastikrosenstrauß den Garaus machten. Der Junge, der bislang körperlich unbehelligt seine Entwicklung zum unbestrittenen König aller Schulversager hatte vollziehen können und eigentlich mehr (oder weniger) zufällig in den Einflussbereich von Einfalters Rechten geriet, übernahm seinerseits, da ohnehin auf wenig sicherem Fuß, die Demontage einer Hinterglasgebirgslandschaft, welche den seltenen Gästen schon im Vorraum jene Eiseskälte vermittelte, die der Inspektor immer häufiger bei den Empfängen seiner Frau zu gewärtigen hatte. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Samstag, 19. August 2006, 01:37 Emerentias Überraschung war eine erhebliche zu nennen. Sie hatte ihre Mitteilung über die definitive Unterbindung jeglicher Kalorienzufuhr im Hause Einfalter mit einem zwar nicht allzu selbstsicheren, immerhin aber süffisanten und der Boshaftigkeit nicht entbehrenden Lächeln mitgeteilt und war noch im Begriffe, sich die Wirkung dieser ihrer Worte vorzustellen, als sie von einer schweren Rechten – wiewohl im Zurückweichen und dadurch die Wirkung verringernd, jedoch ihre Flug- und Fluchtgeschwindigkeit erhöhend – getroffen wurde. Diese Premiere wurde zum gesamtfamiliären Ereignis durch das unvermutete Auftauchen von Einfalters in seinen Augen wenig wohl geratenen Sprösslings, welcher nach einem geruhsamen, mit vorgeblichem Lernen verbrachten, tatsächlich aber zugekifften Abend, seinen Weg mit umflorten Blick vorbei an dem in Aufregung begriffenen Elternpaar in Richtung seines Zimmers suchte. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment philit, Samstag, 19. August 2006, 01:29 Emerentia hatte die Ankunft ihres Gatten mit viel innerer Anteilnahme erwartet - das lockenwicklergeschmückte, müde Haupt immer wieder erhoben, durch den Gardinenspalt gesehen und lächelnd eingedenk der für den Gatten vorgesehenen Höchststrafe für verspätetes Erscheinen. Dieser, prinzipiell an wenig herzliche Aufnahme gewöhnt, wurde erst durch die Erwähnung einer als absolut ausgegebenen abendlichen Nulldiät hellhörig, hier geriet er in eine begreifliche, heftige Gemütsbewegung, wenn auch eine innere Gestimmtheit zu den nachfolgenden Handlungen, ein latenter Vorsatz zu solchem Tun ihm nicht gänzlich abgesprochen werden kann. - - - - ... Link (0 comments) ... Comment ... Next page
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last updated: 2008.12.31, 03:01 Links
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wie Martensteins Glosse führt, darf nicht strafbar sein.
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by philit (2008.12.30, 22:07)
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by i. (2008.12.29, 23:51)
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by philit (2008.12.20, 16:42)
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by philit (2008.12.06, 20:55)
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by philit (2008.12.02, 16:07)
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by philit (2008.12.01, 16:40)
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by philit (2008.11.27, 03:10)
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by i. (2008.11.27, 01:46)
tractatus logico-suicidalis - in memoriam
Die schönen Augenblicke sind auch die schrecklichsten. Durch die man...
by philit (2008.11.26, 21:05)
... antville home
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